Weiterentwicklung einer Testapparatur zur Nachbildung des abrasiven Verschleißes an Filtermedien

  • Forschungsthema:experimentell
  • Typ:Bachelor- oder Masterarbeit
  • Datum:ab sofort
  • Betreuer:

    M.Sc.Bernd Fränkle

In der Bergbauindustrie gilt es große Prozessströme zu bewältigen, für deren Aufarbeitung verschiedenste verfahrenstechnische Anlagen und Prozesse Verwendung finden. Neben der Zerkleinerung des erzhaltigen Gesteins bis in den Mikrometerbereich und einer erfolgreichen Abtrennung des Wertstoffs, ist die Aufarbeitung der Tailings, welche das taube Gestein beinhalten, ein Beispiel hierfür. Um die umwelttechnisch gefährliche Lagerung derselben in Absetzbecken zu minimieren und zusätzlich die Wirtschaftlichkeit durch eine Prozesswasserrückgewinnung zu steigern, ist eine möglichst effektive Entfeuchtung angestrebt. Hierfür bieten sich Filterpressen an, welche dies aufgrund des hohen wirksamen Druckniveaus gewährleisten. Jedoch arbeiten diese Anlagen nicht kontinuierlich, sondern benötigen eine zyklische Regeneration, bei der sich die Presse öffnet und der Filterkuchen abfällt. Die abrasiven Eigenschaften des Kuchens verursachen einen Verschleiß der Filtergewebe und stellen parallel zum Blinding einen Hauptgrund für die Notwendigkeit des regelmäßigen Wechsels des Filtermediums dar. Aufgrund der dadurch verursachten Stillstandzeiten ist dies ein Bottle-Neck im Verfahrensablauf und es ist notwendig, den abrasiven Verschleiß nachbilden zu können. Damit sollen die Widerstandsfähigkeiten von Filtermedien und Behandlungsmöglichkeiten zur Verringerung der Abrasion evaluiert werden.

Im Rahmen dieses Projekts soll eine hierfür vorgesehene Bürstenapparatur weiterentwickelt werden. Darauf aufbauend sind die Widerstandseigenschaften verschiedener Filtergewebe gegenüber abrasivem Verschleiß in Abhängigkeit der Webart, des verwendeten Materials und der Kammergeometrie zu bestimmen. Optional erfolgt die Evaluierung verschiedener Vorbehandlungen an ausgewählten Geweben.